Aktuell in Deutschland

Bitmarck (Krankenkassen-IT)

Jan 2023~300.000 Versicherteim Darknet geteilt

Beim IT-Dienstleister der gesetzlichen Krankenkassen wurden Daten von rund 300.000 Versicherten erbeutet und im Darknet geteilt — Name, Geburtsdatum und Kartennummer.

Bitmarck betreibt die IT für einen großen Teil der gesetzlichen Krankenkassen. Im Januar 2023 verschafften sich Angreifer mit gestohlenen Zugangsdaten Zugriff; Daten von rund 300.000 Online-Kund:innen verschiedener Kassen landeten im Darknet — Name, Geburtsdatum und die Kennnummer der Versichertenkarte. Wichtig und ehrlich: Gesundheitsdaten waren nach allem, was bekannt ist, nicht betroffen. Trotzdem reicht das Set für überzeugendes Krankenkassen-Phishing — eine Mail, die deine Kasse und deine Kartennummer kennt, wirkt echt. Ein zweiter Angriff im April 2023 legte zusätzlich wochenlang Kassensysteme lahm.

Was geleakt ist

Was du jetzt tun kannst

Kein Konto nötig. Fang kostenlos bei Have I Been Pwned an — dort siehst du sofort, ob deine E-Mail-Adresse in bekannten Leaks vorkommt.

  1. 1
    Misstraue Post "deiner Krankenkasse"
    Logg dich direkt im Portal deiner Kasse ein statt über Links in Mails oder SMS — gerade wenn die Nachricht deine Kartennummer oder Kasse nennt.
  2. 2
    Check deine E-Mail-Adresse beim HPI Identity Leak Checker
    sec.hpi.de/ilc (Hasso-Plattner-Institut, kostenlos) prüft auch, ob Geburtsdatum oder Adresse mit deiner Mail zusammen kursieren.
  3. 3
    Geburtsdatum ist keine Sicherheitsfrage
    Es steht in zu vielen Leaks. Nutze es nirgendwo als Verifikationsantwort.

Wie wir das verifiziert haben

Januar-2023-Leak (~300k Versicherte: Name, Geburtsdatum, Kartenkennnummer; Darknet) + April-2023-Angriff (Systemausfälle, >40 Kassen im Notbetrieb) per heise.de und Ärzteblatt-Berichterstattung (Session-18-Recherche). Ausdrücklich KEINE Gesundheitsdaten betroffen — so benennen.

Kit published: 2026-06-12