Majorel / MOVEit (Banken)
Über die MOVEit-Lücke beim Dienstleister Majorel flossen Namen und IBANs von Kund:innen ab, die den Kontowechselservice von Deutsche Bank, Postbank, ING und Comdirect genutzt hatten.
Die Erpressergruppe Cl0p nutzte 2023 eine Lücke in der Übertragungssoftware MOVEit — und traf damit Majorel, den Dienstleister hinter dem gesetzlichen Kontowechselservice mehrerer deutscher Banken. Abgeflossen sind Vor- und Nachname plus IBAN von Kund:innen, die den Service zwischen 2016 und 2020 genutzt hatten; betroffen waren u. a. Deutsche Bank, Postbank, ING und Comdirect. Eine Gesamtzahl wurde nie beziffert — die ING sprach von einer niedrigen vierstelligen Zahl. Mit Name + IBAN kommt niemand an dein Konto, aber unberechtigte Lastschriften und sehr glaubwürdiges "deine Bank"-Phishing werden möglich.
Was geleakt ist
- IBAN
- Vollständiger Name
Was du jetzt tun kannst
Kein Konto nötig. Fang kostenlos bei Have I Been Pwned an — dort siehst du sofort, ob deine E-Mail-Adresse in bekannten Leaks vorkommt.
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1
Kontoauszüge auf fremde Lastschriften prüfenMit Name + IBAN lassen sich Lastschriften autorisieren. Unbekannte Abbuchungen kannst du acht Wochen lang zurückgeben — Routine daraus machen.
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2
Bankanrufe: auflegen und zurückrufenEine gefälschte Rufnummer ist gratis. Ruf deine Bank über die Nummer auf deiner Karte zurück, bevor du irgendetwas bestätigst.
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3
Umsatzbenachrichtigungen aktivierenPush oder SMS bei jeder Abbuchung — du merkst Missbrauch am Tag eins statt am Monatsende.
Wie wir das verifiziert haben
MOVEit/Cl0p-Vorfall bei Majorel Deutschland (Kontowechselservice, Daten 2016–2020: Name + IBAN); betroffene Banken Deutsche Bank/Postbank/ING/Comdirect per heise.de + borncity.com; Größenordnung bewusst unbeziffert (ING: "niedrige vierstellige Zahl") — keine erfundenen Zahlen (Session-18-Recherche).