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Majorel / MOVEit (Banken)

Mai 2023Kontowechsel-Kund:innen mehrerer Bankenvon Cl0p erbeutet

Über die MOVEit-Lücke beim Dienstleister Majorel flossen Namen und IBANs von Kund:innen ab, die den Kontowechselservice von Deutsche Bank, Postbank, ING und Comdirect genutzt hatten.

Die Erpressergruppe Cl0p nutzte 2023 eine Lücke in der Übertragungssoftware MOVEit — und traf damit Majorel, den Dienstleister hinter dem gesetzlichen Kontowechselservice mehrerer deutscher Banken. Abgeflossen sind Vor- und Nachname plus IBAN von Kund:innen, die den Service zwischen 2016 und 2020 genutzt hatten; betroffen waren u. a. Deutsche Bank, Postbank, ING und Comdirect. Eine Gesamtzahl wurde nie beziffert — die ING sprach von einer niedrigen vierstelligen Zahl. Mit Name + IBAN kommt niemand an dein Konto, aber unberechtigte Lastschriften und sehr glaubwürdiges "deine Bank"-Phishing werden möglich.

Was geleakt ist

Was du jetzt tun kannst

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  1. 1
    Kontoauszüge auf fremde Lastschriften prüfen
    Mit Name + IBAN lassen sich Lastschriften autorisieren. Unbekannte Abbuchungen kannst du acht Wochen lang zurückgeben — Routine daraus machen.
  2. 2
    Bankanrufe: auflegen und zurückrufen
    Eine gefälschte Rufnummer ist gratis. Ruf deine Bank über die Nummer auf deiner Karte zurück, bevor du irgendetwas bestätigst.
  3. 3
    Umsatzbenachrichtigungen aktivieren
    Push oder SMS bei jeder Abbuchung — du merkst Missbrauch am Tag eins statt am Monatsende.

Wie wir das verifiziert haben

MOVEit/Cl0p-Vorfall bei Majorel Deutschland (Kontowechselservice, Daten 2016–2020: Name + IBAN); betroffene Banken Deutsche Bank/Postbank/ING/Comdirect per heise.de + borncity.com; Größenordnung bewusst unbeziffert (ING: "niedrige vierstellige Zahl") — keine erfundenen Zahlen (Session-18-Recherche).

Kit published: 2026-06-12